„AStrA“ bedeutet „Aktion Stress-Abbau“

Das Projekt „AStrA“ startete im Sommer 2012, gefördert von Hessischen Sozialministerium und dem Verband der Pflegekassen und wissenschaftlich begleitet von der Deutschen Hochschule der Polizei (Münster)

Angehörige, die einen Menschen mit Demenz begleiten, sind hohen Belastungen ausgesetzt. Sie fühlen sich oft 24 Stunden am Tag im Einsatz, alleingelassen in der Organisation von finanziellen und behördlichen Angelegenheiten, ohne Entlastungsmöglichkeiten und Austausch.

Ziel des Projektes „AStrA“ , das bedeutet „Aktion Stress-Abbau“, ist es, diese Menschen in der Begleitung zu begleiten.

Wir fragen nach, welche Unterstützung Sie benötigen, planen mit Ihnen gemeinsam und begleiten die Umsetzung. Wir melden uns regelmäßig bei Ihnen. Wir bieten Ihnen Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Angehörigen und Aktivitäten mit und ohne den Menschen mit Demenz.
Sie können sich im Einzelgespräch bei uns im Büro oder bei Ihnen zuhause individuell beraten lassen.

Die wissenschaftliche Begleitung, zwei Interviews pro Jahr, wird in der Auswertung dann sagen können, wie zukünftige Angebote in der Begleitung von Familien mit Menschen mit Demenz konzipiert sein sollten, damit sie sinnvoll und nutzbringend sind.

Demenz und Migration

2013 bis 2015

Viele Menschen, die als „Gastarbeiter“ nach Deutschland kamen, wollten ursprünglich nach einigen Jahren wieder in ihre Heimat zurückkehren.
Schon seit einigen Jahren wissen wir, dass aber immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund hier bleiben und älter werden.
Sie leben in ihrem familiären Umfeld, mehr oder weniger in Kontakt mit der Mehrheitsgesellschaft.

Die Wahrscheinlichkeit von Demenz betroffen zu sein, nimmt mit steigendem Alter zu. Damit verbunden ist auch eine Zunahme demenzieller Veränderung bei Migrantinnen und Migranten.

Bisher finden Menschen mit Migrationshintergrund aber selten den Weg zu unseren Beratungs- und Unterstützungsangeboten, obwohl sie mit den gleichen Schwierigkeiten und Herausforderungen konfrontiert sind wie alle Familien, die von Demenz betroffen sind.

Mit dem Projekt „Migration und Demenz“ wollen wir unser Angebot öffnen und leichter zugänglich machen. Wir haben die Infoflyer unseres Vereins übersetzen und drucken lassen (türkisch und russisch) und über das Projekt „MiDiA“ (Migrantinnen und Migranten in Darmstadt im Alter) Kontakt zu den Migrantenvereinen aufgenommen. Es gab bereits Informationsveranstaltungen in Vereinen und daraus folgend Einzelberatungen von Familien mit Migrationshintergrund

Außerdem beinhaltet in dieses Projekt auch die Netzwerkarbeit durch Mitarbeit in den Arbeitskreisen „Migration und Gesundheit“ und „Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe“

Das Projekt „Demenz und Migration“ ist dank der Spende des Lions-Club Darmstadt Justus von Liebig e.V. durch ihren Benefiz-Ball „Tanzend helfen“ im Jahr 2012 möglich.
Erklärung:
Menschen mit Migrationshintergrund sind nach 1949 nach Deutschland Eingewanderte und deren Nachkommen.
Zu den Personen mit Migrationshintergrund gehören folgende Personengruppen:

  • Menschen mit einem ausländischen Pass – unabhängig davon, ob sie im Inland oder im Ausland geboren wurde
  • alle Eingewanderten unabhängig von ihrer Nationalität
  • in Deutschland geborene Eingebürgerte
  • in Deutschland Geborene mit deutscher Staatsangehörigkeit, bei denen ein Elternteil nicht in Deutschland geboren ist (dazu gehören auch die deutschen Kinder (Nachkommen der ersten Generation) von Spätaussiedlern und Eingebürgerten.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung, 2014

Info-Telefon
06151 / 96 79 96

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