Kräuterworkshop Streuobstwiesenzentrum am 25.04.2022

Bei herrlichem Sonnenwetter trafen wir uns in kleiner Gruppe am 25. April am Fuße der Streuobstwiesen Eberstadt. Wir gingen im gemütlichen Tempo durch die noch herrlich blühende Wiesenlandschaft Richtung Streuobstwiesenzentrum. Inspiriert durch die schöne Natur kamen sofort Gespräche auf über bereits Erlebtes und Freude auf einen ungezwungenen Nachmittag.

Liebevoll empfangen wurden wir im Streuobstzentrum von Gesa Behrens. Nach kurzer Verschnaufpause zogen wir gemeinsam los. Auf den Wiesen erkannten unsere Teilnehmenden in vielen Pflanzen Wildkräuter. Über Heilwirkungen wurde sich ausgetauscht, es wurde geschnuppert und was wir nicht wussten, wurde erklärt. Im Kräutergarten gab es dann noch vieles, was „geerntet“ werden konnte für die Kräuterbutter nach dem Rundgang. Aber erst genossen wir noch das Highlight, die zutraulichen Schafe auf die Weide zu besuchen. Einfach herrlich, die dichten Wollfelle zu ertasten, zu streicheln oder die Tiere auf einen zukommen zu lassen. Da gab es beiderseits wenig Berührungsängste und viel liebevolles Miteinander! Doch nun ging’s ans gemeinsame Kräuterbutter zubereiten am großen Tisch im Hof. Alle wurden gebraucht und waren tatkräftig bei der Sache. Und die Kräuterbutter auf frischem Baguette in dieser Landhausathmosphäre schmeckte natürlich vorzüglich. Mit Scherzen, Berichten und einem Hauch von Urlaubsgefühl verging die Nachmittagszeit in der Sonne im Fluge. Gutgelaunt und für alle gut machbar kamen wir alle wieder am Parkplatz Frankensteinschule an.

Originalzitat in der Rückschau einer Teilnehmerin: „Das war wirklich ein schöner Nachmittag und besonders gefreut hat mich, dass mein Mann so interessiert war und Freude hatte. Auch das Tiere streicheln hat ihm gefallen und er war so zugewandt.“

Spaziergang mit Ponys am alten Forsthaus am 01.04.2022

Nachdem der geplante Besuch im Februar wegen Stürmen leider ausfallen musste, haben wir es endlich am 01. April zum alten Forsthaus an der Dieburger Str. geschafft. Anstelle frühlingshafter Temperaturen und Sonnenschein wurden wir mit dem ersten Schnee des Jahres 2022 begrüßt, der eine kleine weiße Decke über Waldboden legte. Aber nach dem Motto „Der April macht, was er will!“ waren wir mit wetterfester Kleidung und Schirmen gut gerüstet. Und niemand ließ sich davon beeindrucken. Wir wurden von Frau Hübner auf dem Hof herzlich empfangen und erfuhren auch gleich etwas über die teils wechselvolle Geschichte des Forsthauses und den Ponyhof. Dann ging es natürlich um die Ponys, von denen drei schon ungeduldig darauf warteten, dass wir mit ihnen spazieren gehen würden.

Einige nahmen die Tiere ohne Scheu bei den Zügeln und wir spazierten durch die teils weiße Fasanerie, die kleine Teppiche von gelben Frühblühern bereit hielt. Die Tiere nutzten jede Gelegenheit, frisches Grün am Wegesrand zu erhaschen, bevor sie von ihren Menschen zum Weitergehen aufgefordert wurden. Wenn es beim einen oder anderen anfänglich Zurückhaltung gab, war diese im Nu verschwunden, wenn an den Zügeln gewechselt wurde. Auf halber Strecke machten wir am Obelisken eine kleine Pause, bei der nicht nur die Ponys sondern auch die Menschen etwas zu Knabbern bekamen. Und manche Teilnehmer waren auf dem Rückweg dann schon ein eingespieltes Team mit „ihrem“ Pony.

Zurück auf dem Hof haben wir trotz Kälte und Nässe auch noch die Ziegen und Hühner begrüßt, die uns sehr zutraulich die mitgebrachten Möhren aus der Hand schnappten und sich von frohen Besuchern gerne einmal streicheln ließen.

Nach dieser tollen Begegnung mit den Tieren haben wir uns im Café wieder aufgewärmt und haben uns ein großer Runde bei Kaffee, Tee und Kuchen angeregt ausgetauscht. Alle waren sich einig: Auch mit Aprilwetter war dies ein schöner, erlebnisreicher Nachmittag!

Besuch der Ausstellung: 100 Jahre Braun Industriekultur am 08.03.2022

Das hessische Unternehmen Braun steht seit 100 Jahren für herausragendes Design von elektrischen Alltagsgeräten. Bei unserem Besuch in der Sonderausstellung des Instituts für neue technische Form, INTef, am Friedensplatz hat uns Sybille Maxheimer fachkundig durch die gut gestaltete Ausstellung geführt und manche Anekdote zu den Designern und Exponaten auch mit erzählt. Die Entwicklung vom ersten Rasierer, vom einfachen Volksempfänger über diverse Radiomodelle, hin zu Musik- und TV-Möbeln, Fotoequipment und Projektoren, von einfachen elektrischen Helfern in der Küche bis zur Allzweckküchenmaschine war beeindruckend zu sehen. Wir haben den „Schneewittchensarg“ bestaunt wie auch die Wandlungen im Design der Produkte, die die Chefdesigner über viele Jahrzehnte formschön und stilbildend geprägt haben. Manche alt bekannten Geräte bekamen wir zu sehen, die vereinzelt noch bis heute im Gebrauch sind und schöne Produkte, die das Herz von mancher Teilnehmerin höher schlagen ließen. Die zusätzlichen Geschichten zu Menschen und Maschinen, die Frau Maxheimer lebhaft zu schildern verstand, rundeten den Besuch gut ab.

Faschingsspaziergang durch den Herrngarten

Zu Weiberfastnacht brachen wir mit einer Gruppe gemeinsam zu einem Faschingsspaziergang durch den Herrngarten auf. Treffpunkt war das hessische Landesmuseum. Von dort ging es zu mehreren Stationen, unter Anderem dem Goethedenkmal. Im Laufe des Spaziergangs wurde gemutmaßt, was sich Goethe wohl bei diesem oder jenem Lied gedacht hätte. Begleitet wurden wir dabei von Wilfried Tralle, der mit seinem Akkordeon für die nötige lustige Stimmung und für fröhliches Mitsingen, Tanzen und Schunkeln sorgte. Auch ein paar Gedichte, teils in hessischer Mundart, wurden zum Besten gegeben. Leckere Kreppel und Punsch rundeten den gelungenen Ausflug ab. Die strahlende Sonne sorgte dafür, dass uns trotz des rauen Windes nicht zu kalt wurde. Sicher werden wir diese Aktion noch einmal wiederholen, denn es hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht.

Führung durch die Martinskirche am 20.01.2022

Ein eisiger Wind pfiff an diesem Nachmittag um die Martinskirche. Daher waren wir froh, dass uns Herr Dr. Engels gleich in die Kirche hineinließ. Gut verteilt auf mehrere Bänke erfuhren wir vieles zur Entstehungsgeschichte und dem Werdegang der Martinskirche, die als zweite Kirche der Stadt Darmstadt 1885 am damaligen Stadtrand entstand. Der wohl-habende Germanist Max Rieger hatte für den Bau 100.000 Mark gestiftet.

Erst viele Jahre später wuchs das neue Stadtviertel um die Kirche und der angrenzende Platz erhielt den Namen des Stifters. Die Martinskirche selbst erhielt ihren Namen von Martin Luther und dem Hl. Martin von Tours. Sie erfuhr im Verlauf mehrere Erweiterungen u.a. durch schöne Kirchenfenster im Chorraum. Sie erlitt auch Zerstörungen im Krieg, was mit dem Wiederaufbau auch neue Gestaltungsimpulse ermöglichte.

Neben einer sehr kunstvoll mit Schmiedeeisen gestalteten Tür im Altarraum durften wir auch die schönen Fenster aus der Nähe betrachten. Die Seitenfenster, vom Künstler Heinz Hindorf nach dem Wiederaufbau neu gestaltet, enthalten Bilder biblischer Geschichten. Darin versteckt finden sich auch kleine Kuriositäten. Bei der Geschichte vom Barmherzigen Samariter gehen nicht nur ein Priester und ein Tempeldiener achtlos am ausgeraubten Opfer vorüber. Auch ein Heiner wendet sich vom Opfer ab, indem er das Darmstädter Tagblatt liest. Bei der Geschichte vom verlorenen Sohn erkennt man bei genauerer Betrachtung, dass sich dieser auch mit Damen vergnügt hat, die leicht bekleidet mit Strumpfhaltern und Korsage daherkommen. Was sich der Künstler bei diesen modernen Anspielungen gedacht hat, ist leider nicht überliefert, führte aber zu einigem Schmunzeln in der Runde. Nach einer guten Stunde Erfahrungen im Kirchenraum, Betrachtung alter Bilder und einer Außenbegehung gingen wir vergnügt auseinander.

Auftakt im Kulturprogramm 2022: Führung durch die Liebermann Ausstellung

Bevor die sehenswerte Ausstellung zu Max Liebermann in wenigen Tagen zu Ende geht, haben wir uns für eine der begehrten Führungen verabredet. Nachdem die Formalitäten beim Einlass erledigt und alle mit funktionierenden Audio-Empfängern versorgt waren, ging es in die gut besuchten Räume.

Unsere freundliche Museumsdame erzählt uns von Liebermanns Anfängen, der, aus gut bürgerlichem, jüdischem Hause stammend, zunächst ein Chemie-Studium begann, bevor er seinem frühen Talent folgend eine Ausbildung an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar absolvierte. Mit Anfang 20 wird er zunächst vom Künstler Mihaly Munkacsy beeinflusst, seine Bilder sind naturalistisch, oft recht dunkel und zeigen das mühevolle Leben auf dem Land. Es entsteht auch ein großformatiges Historienbild einer Bauernstube, das heute in der Berliner Nationalgalerie ausgestellt wird. Nach Stationen in Paris und Barbizon und unter dem Einfluss der Künstler dort werden seine Bilder heller, zeigen Achtung vor dem Fleiß auf dem Felde. Später geht es zurück nach Düsseldorf und wiederkehrend in die Niederlande, bevor der ältere Liebermann erst nach München und dann nach Berlin zieht.

Wir folgen der Führung durch alle Stationen seiner Schaffenszeit, sehen Bilder seiner Impulsgeber und seiner eigenen Entwicklung vor dem Hintergrund der Geschichte. Da gibt es stille Szenen aus dem Stadtleben und Landschaftsbilder, Szenen beim Reiten oder am Strand, Portraits und Selbstbildnisse und zuletzt ganz viele zarte Bilder aus dem eigenen Garten am Wannsee. Und immer häufiger sehen wir seine typischen Sonnenflecken in den impressionistisch weichen Szenen. Eine gute Stunde werden wir durch Liebermanns Leben und Bilder geführt. Dann bleibt uns Zeit, einzelne Bilder nochmals in uns aufzunehmen.

Am Ende sind wir erfüllt von diesen schönen optischen Eindrücken, die uns aus dem eigenen Alltag entführt haben.

Eselspaziergänge

Unsere sehr beliebten Eselspaziergänge durch die Eberstädter Streuobstwiesen wurden seit Sommer letzten Jahres monatlich angeboten. Ab November 2021 waren die vier Esel Max, Felix, Henry und Samu im Winterquartier und die Spaziergänge mussten leider pausieren. Nun sollte es eigentlich im März wieder losgehen mit den vier lieb gewonnenen Vierbeinern.

Leider hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass die Esel nicht mehr auf die Streuobstwiesen zurückkehren werden. Sie haben schon längere Zeit mit einer Huferkrankung zu kämpfen, die dem Nahrungsangebot auf den Streuobstwiesen geschuldet ist. Daher können sie keine längeren Strecken mehr laufen. Außerdem wurde für die bessere Gesundung der Tiere beschlossen, dass sie dauerhaft auf anderen Weideflächen ihr Zuhause finden sollen. Diese sind so weit weg, dass wir sie dort auch nicht besuchen können.

Wir sind darüber sehr traurig, hoffen aber gleichzeitig sehr, dass sich Max, Felix, Henry und Samu an ihren neuen Standorten wohlfühlen und auch wieder gesundwerden können. Die Begegnungen mit den Eseln waren immer besondere Erlebnisse. Wir planen nun Angebote, die diese Lücke in unserem Kulturprogramm hoffentlich bald schließen kann.

Wir danken der Dotter-Stiftung für die Finanzierung der vergangenen Veranstaltungen.

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